Chronik der Freiwilligen
Feuerwehr Stavenhagen
1945-1960
Am 28.April 1945 hatten sich einige Kameraden von der Werksfeuerwehr der Zuckerfabrik samt Löschfahrzeug und Familien vorübergehend nach Schleswig-Holstein abgesetzt.
Einen Tag später, nach einem Luftangriff und durch Brandstiftung verursacht , brannten in der Stadt 25 Häuser, unter anderem auch die Westseite des Marktes.
Den noch in Stavenhagen verbliebenden Männern der Wehr ist es zu verdanken, daß die Stadt nicht noch größeren Schaden erlitt.
Ein trostloses Erbe hinterließ der Faschismus auch im Brandschutz. In den damals 58 Gemeinden gab es nur noch 11 Motor und 14 Handdruckspritzen.
Am 21 Februar 1948 hielt die Freiwillige Feuerwehr ihre erste Versammlung nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches ab. Es gab viele Probleme, die zu lösen waren, aber auch der Wille zum normalen Leben erwachte wieder.
Der erste Feuerwehrball wurde am Ostermontag veranstaltet.
In der Zeit des antifaschistisch-demokratischen Neubeginns gab es ständig Arbeit für die Feuerwehr.
Zahlreiche Brandstiftungen mussten bekämpft werden.
Außerdem war die Wehr “Mädchen für alles“ sie wurde bei Unfällen und Krankentransporten eingesetzt, und einige Stavenhagener erblickten schon im Löschfahrzeug das Licht der Welt. Große Unterstützung erhielt in jener Zeit die Wehr durch den Kameraden Paul Funk, der inzwischen Stadtdezernent für Feuerlöschwesen und Stadtrat und von Oktober 1948 bis Dezember 1950 auch Bürgermeister war.
Zur Verhütung von Bränden wurde 1951 der vorbeugende Brandschutz eingeführt und 1952 die Frauenlöschgruppe gegründet, die aktiv im vorbeugenden Brandschutz Arbeitete.
Der Bodenraum des Gerätehauses wurde 1955 von den
Kameraden zum Schulungsraum ausgebaut; im folgenden Jahr erhielt das Gebäude eine Zentralheizung, große Tore wurden eingesetzt und der Fußboden abgesenkt, um der neuen Technik Platz zu gewähren.
 
 

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