Chronik der Freiwilligen
Feuerwehr Stavenhagen
1854-1868
 
Die Feuerordnung für die Stadt Stavenhagen, die am 18.11.1854 vom Großherzog von Mecklenburg bestätigt wurde, legte in dreizehn Paragraphen fest, was ein jeder Mann bei Ausbruch eines Feuers in der Stadt zu leisten hatte.
Es war ein Versuch, die gefürchteten Großbrände zu verhindern. Bürgermeister Dollberg  wusste nur zu gut, das es machtlos war, wer erst die Gewalt über das Feuer verloren hatte.
Zu jener Zeit waren die Bürger verpflichtet, im Falle eines Brandes mit einem ledernen Löscheimer zur Stelle zu sein.
Wenn damals der Mecklenburger Landtag tagte, wusste jeder entsprechend Paragraph 1 der Mecklenburgischen Verfassung: “Allns bliwt in ollen – wotau wat nieget beschluten, dat giwt bloß Arbeit…“
So konnte es nicht weitergehen, sah Bürgermeister Dollberg ein. Also beschloss der Stavenhagener Magistrat die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr. Gebraucht wurde eine ausgebildete und organisierte Truppe, die Spritzen, Material und Ausrüstung wartet und pflegt , im Brandfall sofort zur Stelle ist und die die Rettung gefährdeter Bürger aus Feuersnot als ihre Ehrenpflicht ansieht.
Am 21 August des Jahres 1866 wurde die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr von Stavenhagen vollzogen.
Der 21. Sollte es sein, weil er gleich hinter dem 20. Und so vor dem 22. kommt…So steht es schwarz auf weiß geschrieben und wurde vor 125 Jahren entschieden.
Der Magistrat kaufte eine große, von Hand zu ziehende Handdruckspritze. Am rechten Giebel des damaligen Rathauses wurde ein Tor eingebaut, und schon hatte die Feuerwehr Hüsung.

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