Ortswehr wird zum Löschzug

 

Pribbenower Feuerwehr im Wandel

Ortswehr wird zum Löschzug

Im Pribbenower Feuerwehrhaus wurden schon 2008 ernste Mängel fest gestellt. Es darf nur mit einer Sondergenehmigung betrieben werden. Nun steht die Wehr vor großen Änderungen.

Ziemlich beengt: Thomas Manke zeigt, wo im Feuerwehrhaus die Schutzbekleidung aufgehängt ist. 
Ziemlich beengt: Thomas Manke zeigt, wo im Feuerwehrhaus die Schutzbekleidung aufgehängt ist.

Die Pribbenower Ortsfeuerwehr wird es nicht mehr lange geben. Die 17 jungen Kameraden werden nur noch bis zum 31. Dezember dieses Jahres selbstständig sein. Das beschlossen die Stavenhagener Stadtvertreter für den Ortsteil, der gerade einmal ein bis zwei Kilometer von Stavenhagen entfernt liegt. Die Pribbenower Wehr unter Wehrchef Thomas Manke soll in einen Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Stavenhagen verwandelt werden. Der Wehrführer rückt automatisch in den Reuterstädter Feuerwehrvorstand.

Mit dieser „Eingemeindung“ und der Herabstufung zum Löschzug hat Thomas Manke überhaupt kein Problem. „Wir waren früher schon einmal ein ausgegliederter Löschzug von Stavenhagen“, sagte er. Dann sei die Pribbenower Wehr in den 90-er Jahren aus haushaltstechnischen Gründen ausgegliedert worden. Und nun kehre sie quasi zu ihren Wurzeln zurück.

Der Pribbenower Standort bleibt auch erhalten. Er ist ein ganz wichtiger Teil beim Brandschutz und bei der Menschenrettung in der Region, hieß es von der Stadt. Der Löschzug wird sogar ein neues Gerätehaus bekommen. 130 000 Euro lässt die Stadtverwaltung für den Abriss und den Neubau springen. Doch einen Gruppenraum für die Ausbildung und für Besprechungen oder ein Büro für den Wehrführer wird es dann nicht mehr geben. „Dann wird das Gerätehaus preiswerter“, vermutet Manke. Für ihn ist die Entscheidung für ein Gerätehaus nur eine Minimallösung. In der Reuterstadt spricht man indes von mehr Wirtschaftlichkeit und von Platzgründen. Sämtliche Ausbildungen sollen künftig in Stavenhagen stattfinden.